SCHLAFLOSE NÄCHTE IN VERDEN
Das kontrollierte Chaos oder: eine Vereinsausfahrt nach Verden…

 

 

Vom 17. - 19.06.2011 fand die alljährliche Ausfahrt des BFC in die Jugendherberge nach Verden statt.Dieses Jahr waren die Jahrgänge 2000 bis 2004 dabei. Auch „Mädels“ wurden gesichtet. Wie schon in den letzten Jahren wurde im Vorwege auch dieses Mal alles toll organisiert und mit Nils hatten wir einen netten Gastgeber… Ich weiß nicht, ob er wusste, was auf ihn zukommen sollte ???.

Bei sonnigem Wetter ging es leicht verspätet am Holzweg los. Die Kolonne aus Bussen und PKW machte sich auf ins ferne Verden an der Aller. Für viele war es das erste Mal, für andere eine willkommene Abwechslung zum Ligabetrieb.

In der Jugendherberge angekommen, mussten erst die Zimmer bezogen werden, bevor man sich dem Vergnügen hingeben konnte. Wenn nicht schon im Bus, so wurde man sich vor Ort schnell einig über die Zusammensetzung der „Wochenend-WG“… Hätten die Betreuer gewusst, was das z.T. für Folgen nach sich ziehen sollte, hätten sie bestimmt des Öfteren ihr Veto eingelegt.

Somit war dem Chaos Tür und Tor geöffnet. Schon beim Einzug war man mehr damit beschäftigt, seine Vorräte an Süßigkeiten unterzubringen, anstatt sein Nachtlager herzurichten. Vielfach blieb es beim Versuch ….; denn ein/e Jede/r wollte der/die Erste sein im Soccercourt im Garten. Mit ein wenig Nachdruck der Betreuer konnte dann doch das Schlimmste verhindert werden und auch den Jüngsten konnte geholfen werden.Nach einer kurzen Balleinheit stand dann die Fütterung der kleinen Raubtiere an. Es gab einen Klassiker der Jugendherberge… Nudelauflauf. Alle langten gierig hin, denn es stand ihnen noch eine wahrlich lange Nacht bevor. Für den Freitag war trainingsfrei angesagt. Die Kinder sollten sich finden und Spass miteinander haben. Schnell wurden neue Freundschaften geknüpft und sogar die ansonst „blöden Mädchen“ durften mitspielen. Ein tolles Bild ! Den ganzen Abend traf man sich hier und dort… spielte Tischtennis, Fussball oder das beliebte „Platte“. So langsam neigte der Abend sich und wir Erwachsenen bereiteten uns so langsam auf den gemütlichen Teil vor… Relaxen !

Die Kinder jedoch schienen erst jetzt richtig aufzudrehen; denn bis spät in die Nacht wurde rumgetobt und die Anderen geärgert. "Wie können die bloß so lange durchhalten ???" … Diese Frage konnte abschließend nicht geklärt werden. Es wurde immer später, so langsam fielen dem Einen oder Anderen die Augen zu, nicht jedoch einigen bestimmten Zimmerbesatzungen. Sie hielten sich und die Anderen bis früh morgens auf Trab. Glücklich war derenige, der Oropax von zu Hause mitgebracht... Man glaubt nicht, welche Power in den Kiddies steckt ! Um 6.00 Uhr war für bestimmte Zimmer die Nacht schon wieder zu Ende... Da es nun an Spielgefährten haperte, wurden schnell mal die anderen Zimmer mittels Lichtfolter zum Mitmachen "überredet". Während die Erwachsenen hilfesuchend zum nächsten Bäcker eilten und nach einer Tasse Kaffee gierten, wurde in der Herberge der Cola-Automat schon wieder auf das Ärgste strapaziert.

Nach einem ausgiebigen Frühstück war man dann für den Tag gewappnet.Trainerfreizeit stand an … das hieß stahlhartes Konditionstraining… NEEEEEEEIN, es wurden einige lockere Trainingseinheiten absolviert, denn die WM stand noch an. Nach einer weiteren Stärkung mit Nudeln sollte es nun losgehen, die große Verden-WM. Leider hätte der Wettergott uns fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Regenschauer zogen über das Verdener Land. Ein paar hartgesottene „Platzwarte“ konnte es dennoch nicht daran hindern, die Spielfelder herzurichten. Kaum war die Sonne wieder da, füllte sich die Verden-Arena mit Dutzenden von spielwilligen Kindern. Nach der Gruppeneinteilung stand auch gleich der „Klassiker“ Deutschland gegen England an.

In den nächsten Stunden sah man viele tolle Spiele. Besonders die vermeintlich „Kleinen“ und die Mädels konnten so manchem Favoriten ein Bein stellen und so manchen Punkt entführen. Ohne größere Blessuren konnte das Turnier beendet werdem. Es gab am Ende eigentlich nur zufriedene Gesichter und einen würdigen Sieger mit dem Team aus Brasilien.

Eigentlich war nun Duschen angesagt, was viele inmitten der Begeisterung wohl überhört hatten... Aber was soll's, selbst beim abendlichen Grillen lief noch die Mehrzahl der Kinder mit ihren dreckigen Socken herum. Recht hatten sie zudem: warum duschen, wenn man doch eh wieder schwitzt … völlig unnütze Zeitverschwendung ! Hier wurde sich kein Bespiel genommen an den Mädels. Nach einer kleinen Verschnaufpause stand nun das beliebte Bingo auf der Tagesordnung. Vor dem Raum wurden sich schon die Nasen eingedrückt, um einen Blick auf die zu erwartenden Preise zu erhaschen. Es gab von Bällen, Trikots, Kaps bis Match-Attack Karten eine reichhaltige Auswahl zu gewinnen. Für jeden etwas dabei. Pünktlich um 20:30 Uhr wurden dann die Tore geöffnet und man musste sich vor der wilden Meute in Sicherheit bringen. Schnell waren alle Plätze besetzt. Als es dann begann, wurde jede Zahl zelebriert …

Spannend ging es zu . Endlich hatter der Erste BINGO . Und was wurde genommen: natürlich der Teamgeist-Ball. Es gab aber auch überraschende Auswahlen wie z.B. Erdnussflips vor Attack-Karten. Da hatte wohl noch einer Hunger ?! Am Ende waren aller Kinder zufrieden und glücklich. Aber der Abend war noch jung und die Kleinen NICHT müde. Nach einem kleinen Imbiss in Form von 20g – Chipstüten stand ein Kinohighlight an … KUNG-Fu Panda. Der Film kam sehr gut an, und es wurde viel gelacht.

So langsam schien einige nun doch der Schlafmangel der letzten Nacht einzuholen. Diese Nacht wurde es wesentlich schneller ruhig und so mancher hat tatsächlich geschlafen.

Sonntagmorgen war Abreisetag, doch vorher war es noch dran, den Technikchamp zu küren. Vielfältige Aufgaben wurden teilweise toll gelöst und es zeigte sich, das die Jüngsten durchaus technisch mithalten konnten. Leider war uns das Wetter am Sonntag nicht gerade hold und zeigte sich von einer schlechten Seite. Nun war es an der Zeit, die Räumlichkeiten in den Urzustand zurück zu versetzen. Das war teilweise wirklich eine schwierige Aufgabe. Man glaubt gar nicht,wieviel Müll man in 3 Tagen fabrizieren kann... Oft musste dann mit stärkeren Waffen gereinigt werden. Am Ende gelang es in allen Zimmern doch mehr oder weniger. Nach dem Mittagessen hatte man noch Zeit, ein wenig zu fachsimpeln; denn dann sollte eigentlich der Bus kommen.

Eigentlich……

Leider tat der normale Stauwahnsinn seinen Teil dazu, dass man erst viel später abreisen konnte. Mittels Buschtrommeln erfuhren das auch die in Buchholz wartenden Eltern und konnten so noch einige Zeit anderweitig verbringen. Nach einer stürmischen, sehr lauten, aber g..len Rückfahrt konnten die Eltern ihre Sprösslinge schließlich wieder in die Arme schließen. So mancher der Jungs hatte zwar die Sprache verloren, was aber nicht weiter schlimm war. Es war am Ende ein tolles Fußballwochenende, an dem alle Mädels und Jungs mächtig Spaß hatten.

Dieser Textbeitrag kommt von Thorsten Schmidt, vielen Dank dafür!